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Pictures speak louder than words!
Im Folgenden möchte ich eine Karikatur des österreichischen Karikaturisten Manfred Deix dokumentieren, die jüngst in der "Zeit" erschien. In dem Interview zur Karikatur redet er ziemlich wirres Zeug, fühlt sich durch die Ausländer verraten, für dessen Rechte er jahrelang mit dem Stift in der Hand gekämpft hat und bedient sich ziemlich platter Wir/Die-Rhetorik, was die Qualität der Karikatur jedoch glücklicherweise nicht im Geringsten schmälert.
Quelle: Die Zeit
"Nach den verletzenden dänischen Zeichnungen jetzt endlich die längst fällige VERSÖHNUNGSKARIKATUR für unsere muslimischen Freunde. Sie zeigt, wie wir Europäer wirklich sind"
"Wissen die nicht, wie viele lustige Bilder ich über Jesus gemalt habe. Ich darf zeichnen, was ich will! Das ist meine Freiheit, die Freiheit der Kunst."
Manfred Deix im Interview mit der "Zeit"
infidel
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Defend your right to offend!
Ich erlaube mir den obligatorischen Witz über die äußerlichen Schnittstellen von Papst Benedikt und dem Imperator aus Star Wars, oder den, in dem die Jungfrau Maria auf Erden wandelt und in einer Diskothek ihre Unschuld verliert, auszusparen. Auf einigen liberalen Blogs fangen so die Artikel und Kommentare an, die sich mit dem Konflikt um die Karikaturen-Reihe „Das Gesicht Mohammeds“ der dänischen Tageszeitung Jyllands Posten befassen, welche jüngst unter Muslimen eine Welle der Entrüstung entfachte.
Diese Welle entwickelt sich jetzt etwa 4 Monate nach Erscheinen der Karikaturen zu einer reißenden Flut: Überall in der arabischen Welt werden in Protestaufmärschen dänische Flaggen vor den Botschaften verbrannt, in Teheran versammelten sich Hunderttausende unter „Tod Amerika und Israel“-Rufen um ihren verletzten Gefühlen Gehör zu verschaffen, Lybien schloss seine Botschaft in Kopenhagen während Saudi-Arabien „nur“ seinen Botschafter zurückzog, in den palästinensischen Gebieten wurde das EU-Büro gestürmt und damit gedroht im Westjordanland Europäer zu entführen, die Jugendorganisation der pakistanischen Fundamentalistenpartei Jamaat-e-Islami setzte ein Kopfgeld von 7000€ auf die dänischen Karikaturisten aus, in Beirut und Damaskus werden skandinavische Botschaften in Brand gesetzt und Kirchen angegriffen und in London werden Schilder hochgehalten auf den „Zerfleicht die die den Islam verhöhnen“ oder „Freiheit fahr zur Hölle“ steht. Deutlicher hätten sie es nicht formulieren können.
 Quelle: Henryk M. Broder (Click to see more pictures)
Die Reaktionen der westlichen Medien hinterlassen wie immer ein Fragezeichen, wo eigentlich ein Ausrufezeichen stehen müsste, es geht immerhin um ihre Freiheit, die durch diese Form der Zensur gefährdet wird. Trotz der ungeheuerlichen Reaktionen der Muslime vor allem in den arabischen Staaten wird trotzdem noch differenziert, wo eigentlich Einseitigkeit von Nöten wäre. Dass die Karikaturen aus muslimischer Sicht ein Tabubruch sind, ist unbestritten aber hier geht es um demokratische Grundrechte, die nicht aus Rücksicht auf religiöse Befindlichkeiten oder durch Terror und Gewalt eingeschränkt werden dürfen, auch wenn die Meinung zu Qualität und Aussage der Karikaturen auseinandergehen. Die Raserei des islamischen Mobs ist nicht mehr ernsthaft auf eine Entschuldigung aus, anders ist nicht zu erklären, warum sie noch anhält, obwohl der Chefredakteur der Jyllands Posten schon längst eine Entschuldigung mit dem Titel „Honourable Fellow Citizens of the Muslim World“ veröffentlicht hat. Politisch korrekter geht es nicht.
Der Mob übt sich im Angriff als beste Verteidigung. Was hier religiös besetzt wird, ist nichts anderes als der Hass auf den Westen, der in der Affäre um die Mohammedbildnisse einen Auslöser fand sich auf breiter Basis gewaltsam zu entladen. Nicht umsonst die „Tod Amerika und Israel“-Rufe in Teheran, ebenso wie die "Verurteilungen reichen nicht aus, man muss zurückschießen"-Skandierungen auf dem Tempelberg in Jerusalem.
Die Apologeten des islamischen Mobs ignorieren diese Tatsache gekonnt und tun so als wären die gewaltsamen, antiwestlichen Aufmärsche friedliche Protestkundgebungen vor dem Redaktionsgebäude der Jylland Posten oder etwa offene Briefe. Statt Briefen bekommt diese im Moment jedoch nur Bombendrohungen ins Haus, weshalb die Redaktion schon mehrmals evakuiert werden musste.
Selbst Bill Clinton, der einmal Präsident des Landes gewesen war, dass auf der Todesliste des Mobs gleich nach Israel hohe Priorität genießt, findet die Mohammed-Cartoons „totally outrageous“ und vergleicht dann auch noch die islamkritische Bilderreihe mit antisemitischer Hetze a’la „Der Stürmer“. Der Vergleich ist natürlich kein Stück weniger „totally outrageous“, viel eher ruft er mir die antisemitischen Karikaturen ins Gedächtnis, die an palästinensischen Schulen als Unterrichtsmaterial bezeichnet werden und die Kinder darauf vorbereiten sollen als Märtyrer in Israel noch möglichst viele Juden mit in den Tod zu reißen.
Eine Internetseite, die oft versuchte dieser antisemitischen Hetze zu begegnen und beispielsweise dafür verantwortlich war, dass Martin Hohmanns antisemitische Rede in die breite Öffentlichkeit gelangte, ist jetzt auch virtuell außer Gefecht gesetzt worden. Das jüdische Internetportal www.hagalil.com wurde durch einen Hackerangriff außer Gefecht gesetzt, denn auch haGalil hatte die skandalträchtigen Karikaturen veröffentlicht. David Gall, Betreiber des Webportals hat eine heiße Spur um den Zusammenhang zwischen Hack und Mohammed zu beweisen: „Die IP Adresse, von der aus eine entsprechende Datei eingesetzt worden ist, alles Material auf dem Portal seit Donnerstag Morgen und 5 Uhr führt nach Qatar“.
infidel
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München - Realitätsverlust und Friedensgebete
Kein Film, nicht einmal „Paradise Now“, hat in der öffentlichen Debatte soviel Staub aufgewirbelt wie „München“, das neue Werk von Steven Spielberg. Die Politik - und Feuilletonredaktionen konkurrieren um die Titelstory über das neue Epos des legendären Regisseurs, die im Falle des „Spiegels“ auch schon mal 18 Seiten füllen können, statt der üblichen Doppelseite für aktuelle Filmhighlights. 18 Seiten für einen neuen Hollywood-Film der in Deutschland noch nicht einmal erschienen war? Klar…
Steven Spielberg, der große Filmemacher, der Bush-Kritiker und Pazifist macht einen europäisch anmutenden Film über Schuld und Unschuld, Moral und Amoral der Israelis. Da schnalzen deutsche Journalisten auch jenseits der Redaktionen der „Süddeutschen“ und des „Sterns“ mit der Zunge.
Spielbergs neues Epos handelt von der Entführung und Ermordung der israelischen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 1972 in München durch das palästinensische Terrorkommando „Schwarzer September“, zumindest lässt das der Titel vermuten. „Der Zorn Gottes“ wäre ein treffenderer Titel gewesen, da sich der Film hauptsächlich mit dem Nachbeben der antisemitischen Bluttat auseinandersetzt, nämlich der israelischen Vergeltung. Und gerade das macht ihn für die Europäer so interessant.
Ein derart polarisierender Politthriller ist auf den ersten Blick ungewöhnlich für den Regisseur, der mit fantastischen Epen wie „E.T.“, „Der Weiße Hai“, „Shrek“ oder „Jurassic Park“ Weltruhm erlangte und weniger mit blutigen Thrillern, die sich dann auch noch mit delikaten, politischen Hintergründen paaren. Auf den zweiten Blick ist die Auseinandersetzung mit der Realität fernab von hypersensiblen Außerirdischen und grünen Ungeheuern für Spielberg seit „Schindlers Liste“ nichts Neues. Auch für die Shoa Foundation, die er 1994 selber gründete, gab er einige sehr bewegende Dokumentationen über den Holocaust heraus. So zum Beispiel den Film „The Last Days“, in dem ehemalige Häftlinge des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz ihre traurige Geschichte erzählen um dann mit ihren Familien, teilweise zum ersten Mal nach über 50 Jahren, diesen Ort wieder zu besuchen.
Er hat also bewiesen, dass er es kann aber die Realität bleibt trotzdem das, was die Kritiker aus New York, Jerusalem und selbst aus Berlin schmerzlich vermissen
Den Reality-Check der Jerusalem Post führt kein geringerer als Alan Dershowitz durch und tat was er am Besten kann, nämlich Fakten gegen Fiktionen aufwiegen. So wie in seinem „Plädoyer für Israel“, der Bibel für den faktenbewussten Liberalen, der denkt er könne mit guten Argumenten die Antisemiten überreden, sich das mit der Vernichtung Israels vielleicht noch einmal zu überlegen. Trotz alledem widerlegt in seinem Artikel gekonnt Mythen, wie die berühmte Gleichung, dass Gewalt immer Gegengewalt erzeugt, vor allem wenn die US Army oder die IDF diese ausübt.
David Brooke von der „New York Times“ wirft Spielberg vor er missachte „das Erzübel des Nahen Osten, den islamischen Radikalismus“. Einen Vorwurf, gegen den er sich wahrscheinlich nicht einmal erwehren würde. Typisch für amerikanische „Tauben“ wie Steven Spielberg, ist die Wurzel des Nahostkonflikts die „absolute Unversöhnlichkeit“ (Spielberg) sowohl der Palästinenser als auch der Israelis nicht etwa der eliminatorische Antisemitismus der palästinensichen Volksgemeinschaft, die es sich zum Ziel gemacht hat Israel von der Landkarte zu streichen und die darin lebenden Juden zu vernichten. Nehmen wir an die Israelis würden nur für den Frieden beten, statt sich mit einer schlafkräftigen Armee gegen die Vernichtungsversuche der arabischen Nachbarn zu wehren, würde es Israel längst nicht mehr geben. Das müsste Spielberg als selbsterklärter „Freund Israels“ doch eigentlich begreifen, tut er aber offensichtlich nicht, stattdessen dreht er „München“, sein „Gebet für den Frieden“.
infidel
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Little less conversation a little more action....?
Der israelische Verteidigungsminister Schaul Mofaz stellte gestern unmissverständlich klar, dass ein Iran mit Atomwaffen von Israel nicht geduldet werden kann und erneuerte somit das Versprechen Israels auf diesen gegebenenfalls militärisch zu reagieren. Auf der Conference on the Balance of Israel’s National Security in Herzliya nannte er das Zusammentreffen des iranischen Ministerpräsidenten Ahmadinejad und Syriens Präsidenten Bashar Assad letzte Woche berechtigterweise einen „Terrorgipfel“. Weiterhin führte er aus, dass der Iran auch ohne Atombombe, besonders für Israel, eine große Gefahr darstellt. Dieser finanziert nämlich, so Mofaz, mit etwa 100 Millionen Dollar pro Jahr die Hisbollah, die wiederum palästinensische Terrorgruppen großzügig alimentiert. Vor allem die Terroristen um die Gruppe Islamischer Jihad profitieren von der iranischen Großzügigkeit. Ein Großteil der Selbstmordattenate in Israel im letzten Jahr wurde von eben diesen ausgeübt.
Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums Reza Asefi entlarvte zwar die Drohungen Israels als „kindisches Spiel“ und „psychologische Kriegsführung“ und hält die Pläne Israels für einen „fatalen Fehler“ aber so lässig, wie man den Iran bisher gewohnt war, gab er sich nicht. Die Vermutung, dass dieser jetzt, da die Europäer den Fall an den UN Sicherheitsrat weitergetragen haben, auch langsam Muffensausen bekommt, bestätigt sich einmal mehr. Asefi drohte den Europäern eine iranische Vergeltung würde auch sie treffen, wenn sie die diplomatischen Gespräche nicht wieder aufnehmen würden. Angesichts solch offener Drohgebärden seitens der Islamischen Republik muss die Süddeutsche Zeitung mir und anderen unbedingt erklären, wie sie darauf kommt, dass gerade Israel momentan "mit dem Säbel rasselt".
Kehren wir den Blick zurück nach Europa, wo einzig der französische Präsident Jacques Chirac letzte Woche zumindest den Ansatz von Klarheit schaffen wollte und ankündigte den Terrorismus unterstützende Staaten notfalls auch mit Atomschlägen zu begegnen, sollten diese Frankreich angreifen. Er ließ zwar eine Variable, wo in diesen Tagen Iran hätte eingesetzt werden müssen, schafft aber klarere Verhältnisse als Steinmaier in seiner gesamten, bisherigen Amtszeit. Dieser wird mittlerweile von Teheran mit Lob überhäuft: „Die Deutschen gehen den richtigen Weg, und das ist gut so und zeigt deren korrekte Einschätzung der heiklen Lage“, sagte Regierungssprecher Gholam- Hussein Elham heute und kommentierte damit Steinmaiers Warnungen vor einer „Militarisierung des Denkens“ (http://www.netzeitung.de/ausland/378771.html).
Chiracs Äußerungen treffen, wie konnte es auch anders sein, überall in Deutschland auf den pazifistischen Unmut. Quer durch die Parteien regt, man sich auf über „nukleare Kraftmeierei“ (Fritz Kuhn, Die Grünen) oder halluziniert sich irgendwelche „Sondertouren“ (Werner Hoyer, FDP) Frankreichs im Streit mit dem Iran herbei. Auch Dietmar Bartsch von der Linkspartei haut nochmal rein und forderte Merkel heute auf Chirac bei ihrem Staatsbesuch, der natürlich traditionell in Versailles abgehalten wird, die deutsche Position in der Friedenspolitik zu verdeutlichen.“
(http://www.dradio.de/aktuell/461295/)
infidel
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